Antipsychotika
Shownotes
Die Episode gibt Apothekerinnen und Apothekern einen Einblick in die aktuelle Therapie mit Antipsychotika und erläutert die entscheidenden Unterschiede zwischen konventionellen Wirkstoffen und Atypika. Im Fokus stehen praxisnahe Tipps für den Apothekenalltag, von der Interaktionsprüfung und dem Nebenwirkungsmanagement bis hin zur speziellen Beratung von Risikogruppen wie Seniorinnen und Senioren oder Schwangeren.
Transkript anzeigen
00:00:09: Herzlich willkommen zur neuen Episode unseres Podcasts für Apothekerinnen und Apotheka.
00:00:15: Mein Name ist Carla, wir fassen heute die aktuelle Fallstudie zum Thema Antipsychotika zusammen, Der
00:00:48: Begriff Neuroleptika fokussierte primär auf die psychomotorische Dämpfung.
00:00:53: Da moderne Atypika aber antipsychotisch wirken, ohne zwingend stark zu sedieren ist der Begriff Antipsychotheka heute der fachlich korrekte Oberbegriff für diese chemisch sehr heterogene Gruppe.
00:01:07: Die Fallstudie unterteilt die Wirkstoffe in konventionelle Antipsygotheker und Artypica – wie unterscheiden sich die beiden Gruppen in der Rezeptor-Bindung?
00:01:17: Alle Antipsykotheker blockieren primär Dopaminrezepturen.
00:01:21: Die konventionellen Antipsychotika binden sehr stark und langanhaltend, was zu einem hohen Risiko für Extrapyramidalmotorische Störungen führt.
00:01:31: Die Artypica zeigen eine starke aber nur kurze Bindung an Dopaminrezeptoren und wirken zusätzlich als Antagonisten an Serotoninrezepturen.
00:01:41: Das verbessert die Wirksamkeit gegenüber Negativsymptomen der Schizophrenie und reduziert das Risiko.
00:01:51: Kommen wir zu den Indikationen.
00:01:53: Wo werden Antipsychotika laut der Fallstudie abseits der Schizophrenie eingesetzt?
00:01:59: Das Einsatzgebiet ist breit, dazu gehören manische Episoden bei bipolaren Störungen, organisch bedingte Psychosen wie beim Delier, schwere Erregungszustände bei Demenz aber auch die Ergänzung zu bestehenden Therapien bei Depressionen oder chronischen Schmerzen.
00:02:16: sogar als Antiemetiker finden bestimmte Substanzen Verwendung.
00:02:21: Ein wichtiger Punkt für die Apotheke ist die Therapie mit mehreren Wirkstoffen.
00:02:26: Was sagt die Fallstudie zur Kombinationstherapie mit
00:02:49: Antipsychotika?
00:02:50: Während die Augmentation ein Antipsychotikum mit anderen Wirkstoffen wie Lithium oder antidepressiver ergänzt.
00:02:58: Welche Besonderheiten nennt die Autorin für die Anwendung von Antipsychaotika bei Seniorinnen und Senioren?
00:03:05: Hier gilt strikt Startlow, go slow!
00:03:09: Ältere Personen haben einen deutlich erhöhtes Risiko für antikulinär Genebenwirkungen, Sedierung und damit Stürze.
00:03:16: Laut der Priskus-Liste sollten gewisse Antipsychotika wegen erhöhter Mortalität, dem Sturzrisiko und den Antikolinergeneffekten gemieden werden.
00:03:26: Quetiapin in niedriger Dosierung oder Pipamperon werden als vertretbare Alternativen für diese Altersgruppe genannt.
00:03:34: Wie sieht das Management bei Kinderwunsch und Schwangerschaft aus?
00:03:38: Ein abruptes Absetzen von Antipsygotika in der Schwangersschaft ist wegen der Rezidivgefahr gefährlich!
00:03:45: Quetiapin gilt als Mittel der Wahl bei Kinderwunsch und Schwangerschaft.
00:03:49: Grundsätzlich sollte in der Schwangersschaft eine Monotherapie erfolgen, Kombinationen sind hier kontraindiziert.
00:03:57: Ein wichtiger Aufgabe in der Offizien ist die Prüfung auf Interaktionen.
00:04:01: Welche Metabolisierungswege sind bei Antipsychotika am wichtigsten?
00:04:06: Primär das Zytochrom P-Fürhundfünfzig System Insbesondere C-U-P ein A zwei, zwei D sechs und drei A vier.
00:04:14: Zu bedenken ist beispielsweise auch, dass Rauchen COPP-IaII induziert.
00:04:20: Wenn eine Person welche Klozapin oder Olandzapineinnimmt und dann plötzlich mit dem Rauchen aufhört fällt die Induktion weg und der Wirkstoffspiegel kann toxisch ansteigen.
00:04:31: Auch CYP-Inhibitoren können die Plasmaspiegel von betroffenen Antipsychotika massiv erhöhen.
00:04:38: Welche Aspekte bezüglich Überwachung auf Nebenwirkungen muss die Apotheke bei Betroffenen unter Antipsychotika im Blick haben?
00:05:08: Drittens das metabolische Monitoring, also Gewicht, Blutzucker und Blutfettwerte.
00:05:14: Hauptsächlich die Artypika können massiv in den Stoffwechsel eingreifen und zu einem metabolischen Syndrom führen.
00:05:21: Hier ist unter anderem die Beratung zur Lebensstiländerungen in der Apotheke gefragt.
00:05:26: Wie kann das Apothekenpersonal die gefürchteten extra pyramidal motorischen Störungen erkennen?
00:05:33: Es sollte auf Frühdyskinesien, also ruckartige Kontraktionen verschiedener Muskelgruppen geachtet werden.
00:05:40: Auch eine Akatisie – eine quälende Sitzunruhe die Betroffene oft als Nervosität beschreiben kann auftreten.
00:05:48: Spät-Dysknesien zeigen sich oft durch Stereotypes kauen oder schmatzen.
00:05:53: Ein absoluter Notfall ist das Malignen-Neuroleptische-Syndrom mit Rigor, Fieber und Bewusstseinstrübung.
00:06:01: Hier muss sofort das Krankenhaus aufgesucht werden.
00:06:05: Noch eine letzte Frage zum Abschluss, was sind die wichtigsten Hebel zur Verbesserung der Atherenz?
00:06:10: Die Aline Lindner in ihrer Fallstudie beschreibt
00:06:14: Aufklärung über Therapien und Instigmatisierung der psychischen Erkrankungen.
00:06:19: Betroffene Personen müssen zu dem wissen dass Nebenwirkungen wie Sedierung oft im Verlauf nachlassen.
00:06:25: Die Apotheke sollte aktiv nach Kontrolluntersuchungen wie EKG oder Labor-Tests fragen.
00:06:32: Neue Entwicklungen, wie Muscarin Rezeptoragonisten bieten die Hoffnung auf wirksame Therapien ohne die typischen Dopaminärgen Nebenwirkungen.
00:06:42: Zusammenfassend Antipsychotika erfordern aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils und der Interaktionsrisiken eine engmaschige pharmazeutische Betreuung besonders bei Risikogruppen wie Senioren.
00:06:55: Vielen Dank, Helmut!
00:06:56: Für diesen sehr interessanten Einblick in die Fallstudie.
00:07:00: An alle Zuhörerinnen und Zuhöhrer.
00:07:02: – Die vollständige Fallstudio Antipsychotika finden Sie wie gewohnt auf der Webseite von Online Academy.
00:07:10: Sie ist mit zwölf Komma fünf FBH-Punkten akkreditiert als Fortbildung für Offizienpharmazie, Spitalpharmaziee und klinische Pharmazie.
00:07:19: Bis zum nächsten Mal.
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